Tags
- Urheberrecht (13)
- Copyright (8)
- Softwareentwicklung (7)
- DMCA (5)
- Datenschutz (5)
- Prozess (5)
- Domainname (4)
- Trade Secret (4)
- Trademark (4)
- Confidentiality Agreement (3)
- View all 150 tags
- Gerichtsbarkeit (3)
- AGB (2)
- Diffamierung (2)
- FCC (2)
- GPL (2)
- Internetkauf (2)
- Jugendschutz (2)
- Lizenz (2)
- NDA (2)
- Nichtumgehungsverbot (2)
- Patentrecht (2)
- Rufmord (2)
- Schadensersatz (2)
- Softwarevertrieb (2)
- Suchmaschine (2)
- USA (2)
- Verdikt (2)
- Access Control (1)
- Anwalt (1)
- Apple (1)
- Arbeitsplatz (1)
- Assistants (1)
- Autor (1)
- Bad Faith (1)
- Beweisverfahren (1)
- Bewerbung (1)
- Bild (1)
- Blog (1)
- CANSPAM (1)
- CDA (1)
- Cease and Desist (1)
- Circumvention (1)
- Clone (1)
- Copyright Act (1)
- Copyright Misuse (1)
- Corporation (1)
- Court (1)
- Cybersquatting (1)
- Discovery (1)
- Diskriminierung (1)
- Domainverlust (1)
- Eigenes Nacktbild (1)
- Emailvirus (1)
- Entdrosselung (1)
- Erfinder (1)
- Erfindung (1)
- FOIA (1)
- Facebook (1)
- Fanspam (1)
- Feststellungsklage (1)
- First Sale (1)
- Forum (1)
- Forum Shopping (1)
- Frist (1)
- Generator (1)
- Gerichtsstand (1)
- Glider (1)
- Grundrecht (1)
- Haftung (1)
- Handy (1)
- Hoster (1)
- Hotz (1)
- IP Addresse (1)
- IP-Adressen (1)
- IPv4-IPv6 (1)
- ISP (1)
- IT-Arbeitsrecht (1)
- In pari delicto (1)
- Jailbreak (1)
- Jury (1)
- Kinderpornographie (1)
- Kinderschutz (1)
- Kundendaten (1)
- Law Firm (1)
- Like (1)
- Litigation Hold (1)
- Long-Arm Statute (1)
- Markenpolitik (1)
- Media Policy (1)
- Metatag (1)
- Name (1)
- Nastro (1)
- Netzneutralität (1)
- Non-Circumvention (1)
- Non-Competition (1)
- Non-Disclosure Agreement (1)
- Nutzungsrecht (1)
- OS X (1)
- Open Source (1)
- Optimierung (1)
GALJ Themen
Subscribe
Get the latest updates in your email box automatically.
Contributors
Oracle-Verdikt setzt Dienstleister, Kunden unter Druck
Eigentlich ist es nichts Neues, dass Softwarehersteller Dienstleister unter Druck setzen, die ihren Kunden Support und Maintenance günstiger, fachmännischer und ortsnäher als der Hersteller anbieten.
Zuerst erobern sie neue Märkte durch die zum Vertrieb verpflichteten Drittanbieter. Tritt der Erfolg ein, versuchen die Hersteller die Dienstleister auszubooten. Der Vertriebsvertrag wird gekündigt. Support und Maintenance werden verboten und eingestellt. Das war schon immer so.
Der nun von der Software abhängige Kunde, gleich ob eine Börse im Ausland oder ein Filialhändler im Inland, wird gezwungen, die Lizenzverlängerungen sowie Support und Maintanance mit dem Hersteller abzuschließen und den vertrauten Dienstleister, der auch mal nachts um zwei seine Leute aus dem Bett holt, um im Rechenzentrum des Kunden IT-Feuer zu löschen, aufzugeben.Kunden sehen das ungern. Sie sträuben sich, als Nr. 10317 von einem Riesen betreut zu werden, den ihr Geschäft nicht interessiert, sondern nur der börsenfähige Umsatz.
Mit dem Zugeständnis der Urheberrechtsverletzung im Oracle-Prozess hat SAP diesen Dienstleistern das Leben erschwert. Sie sind präjudiziert. Das nicht urteilsreife Verdikt der Geschworenen schockiert die Kunden. Sie fragen sich, ob sie dem vertrauten Drittanbieter treu bleiben können. Oder droht das Risiko, dass der Kunde in den Schlund eines Prozesses vom Hersteller verwickelt wird? Das fragt auch as Wall Street Journal. Die großen Software-Hersteller für Mainframes und Rechenzentren reiben sich nach dem Verdikt die Hände - SAP wohl mit einer Krokodilsträne. Ihnen liefert die Höhe des Geschworenenspruchs strategische Munition, die ihnen rechtlich über Jahrzehnte fehlte. Noch haben die Drittanbieter und Kunden die besseren rechtlichen Argumente, vom Kartellrecht bis zu amerikanischen Grundsätzen über lauteres Handeln im Geschäftsverkehr und unlauteres Abwerben von Kunden mit Strafschadensersatzfolgen.SAP-Schlagzeilen wegen Vor-Urteil zeugen von Unkenntnis
Die Geschworenen legen ihr Verdikt auf den Tisch: Der Text.
Die Presse schreit und spekuliert. Urteil, Entscheidung, Rekorde, Verdammnis.
Die Analysten ruckeln Aktienwerte zurecht und verwechseln Patentrecht und Urheberrecht. Dabei ist ein Verdikt kein Urteil. Das Urteil spricht der Richter.Er entscheidet nach Anträgen der Parteien, die auf Kappung oder Steigerung des Schadensersatzes lauten können, auf ein neues Verfahren, auf ein Zurechtrücken des Juryspruches wegen Rechtsfehlern und vielerlei mehr. Wer Schreihälsen in der Analysten- und Tagespresse glaubt, ist schlecht bedient. SAP hat eine interessante Strategie gefahren. Die Jury hat das Gleis entschottert. Doch ist der Zug nicht verloren. Jetzt muss er wieder aufs Gleis gehievt werden. Dann kommt ein gescheites Urteil. Auch im US-Prozess.
0 Comments